Die terzStiftung setzt sich zum Ziel, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft den demographischen Wandel von Jung in Alt harmonisch, nachhaltig, effizient und erfolgreich zu meistern. Hohe ethische Werte müssen gewahrt bleiben, und die Stiftungspartner werden an ihnen gemessen. Die Erfüllung der Generationen-verträglichkeit ist bei allen Aktivitäten unumgänglich.
Was älteren Menschen nützt, kann jüngeren nicht schaden.
In diesem Leitsatz liegt der intergenerative Ansatz, den wir in der terzStiftung verfolgen.
Die terzStiftung schafft eine Gemeinschaft, in der die Älteren mit ihren Fragen nicht alleine bleiben.
Die terzStiftung fusst auf unseren 6 Grundsätzen der Alterskultur:
- Ein Aktivitäts- und Kompetenzmodell des Alters als Massstab
Das Alter wird seit jeher unter zwei grundsätzlich verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: als Lebenszeit der nachlassenden Kräfte, der Schwäche und Hinfälligkeit, als Verlust von physischen und geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten. In der Wissenschaft wurde aus diesem Blickwinkel das mittlerweile überholte „Defizitmodell“ des Alters entwickelt. Im Gegensatz dazu sieht das Kompetenzmodell des Alters darin neue Chancen, die Freiheit, ohne den Zwang zur Erwerbstätigkeit seinen Neigungen und Interessen nachzugehen oder neue zu entwickeln. Wer solcherart seine Chancen ergreift, bewahrt sich nachweislich länger seine Selbständigkeit. - Aktivität und Bildung statt Betreuung und Pflege
Wer neugierig bleibt und offen ist für dasjenige Neue, das echten Fortschritt gegenüber dem Althergebrachten bedeutet, der kann nicht stehenbleiben: Er entwickelt sich weiter, egal wie hoch sein Lebensalter ist. Und wer sich dadurch vor dem Stillstand oder gar dem Verknöchern schützt, der verlängert dadurch sogar sein Leben, wie jüngere Untersuchungen von Gesundheitsforschern der Yale-Universität gezeigt haben:
Wer sich selbst und sein Alter positiv einschätzt, hat eine um Jahre höhere Lebenserwartung als derjenige, der nur Verluste beklagt, die ihm die Jahre eingetragen hätten. - Motivation durch Zutrauen
Wenn man jemandem mehr zutraut als er sich selbst, dann stärkt das letztlich sein Selbstvertrauen. Natürlich darf niemand überfordert werden. „Zumutung“ bedeutet keine völlig unlösbare Aufgabe. Gemeint ist vielmehr eine Arbeit, die jemand zwar für zu gross hält, die er aber nach begründeter Einschätzung des anderen bewältigen kann. Dafür gilt es, ihm ein gutes Motiv zu liefern: Wenn er weiss, warum er sich anstrengen soll, wird er es tun, wenn er keinen Grund dazu einsieht, lässt er es bleiben. Wer sich allerdings selbst immer nur schont und von anderen darin bestärkt wird, kann keine Fähigkeiten trainieren. - Kompetenz durch lebenslanges Lernen
Heutzutage erwirbt niemand sein Wissen ein- für allemal. Was wir in der Schule und in der Berufsausbildung lernen, reicht nicht mehr für ein ganzes Berufsleben aus. Jede/r muss in Kursen und Seminaren seine Kenntnisse und Fertigkeiten immer wieder auf den neuesten Stand bringen. Das gehört nicht mehr nur zum Profil von Führungskadern. Und weil wir alle uns daran gewöhnen mussten, bis in die späten Jahre der Erwerbstätigkeit stets dazuzulernen, sind wir anders als frühere Generationen darauf eingestellt, Kompetenzen stets von neuem zu erwerben. Damit kann man nicht einfach aufhören, wenn der Lebensabschnitt der Erwerbsarbeit endet. Wer sich weiterbildet, trainiert Verstand und Gedächtnis, entwickelt sich als Persönlichkeit weiter und beugt demenziellen Erkrankungen vor. - Aktiv bleiben statt Selbstaufgabe
Sich Ziele zu setzen, für die man eigene Energie aufwendet, ist lebenswichtig. Wer keine Absichten mehr verfolgt, seine Lebenszeit untätig abwartet, der hat bald keinen Anlass mehr, auch nur vom Stuhl aufzustehen. Nur wer tätig ist, wer sich etwas vornimmt und es wirklich machen will, der kann noch etwas erreichen. Nur so jemand erhält sich seine Spannkraft, körperliche und geistige Mobilität. Wer diese Mobilität verliert, der verliert über kurz oder lang auch die Lust am Leben, und das verkürzt massiv die Lebenserwartung. - Intergenerative Solidarität als Verpflichtung
Wir suchen – wie andere auch – eine Antwort auf die Frage, wie sich Kosten und Nutzen in einer Gesellschaft so aufteilen lassen, dass keine (Alters-)Gruppe benachteiligt wird, wenn eines Tages der Altersdurchschnitt sehr viel höher sein wird. Der Wohlstand der Pensionäre darf ebenso wenig zu Lasten der Jüngeren gehen, wie diese Jüngeren einseitig ihre Verpflichtungen gegenüber der älteren Generation aufkündigen können. Nur die Solidarität der Generationen miteinander kann dazu verhelfen, dass später Geborene ein vergleichbar gutes Leben führen können wie ihre Vorfahren.
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