Testbericht Zur Rose

Ausgangslage
Im Spätsommer 2010 hat die Zur Rose Retail AG terzScouts damit beauftragt, die neue Art der Medikamentenbelieferung namens „Dailymed“ mit therapiegerecht vorkommissionierten Arzneimitteln zu testen. Die Argumentation lautete, dass mehrere Hundert Millionen Franken jährlich verschwendet würden, weil Medikamentenschachteln nicht aufgebraucht werden oder die Therapie umgestellt wird. Zudem sollten durch die Verpackung von individuell für Patienten zusammengestellten Sachets die Gefahren durch Vergiftung minimiert werden: wegen falscher Kombination oder Dosierung der Medikamente sowie durch Therapieabbruch wegen Unübersichtlichkeit der Arzneimittelkombinationen. Zum richtigen Zeitpunkt sollen die Patienten die richtigen Medikamente in der richtigen Form erhalten. Ob diese Erwartung in der Alltagspraxis eingelöst wird, sollten die terzScouts ermitteln. Neun Personen haben sich 8 Wochen lang mit Dailymed-Boxen beliefern lassen. Danach haben sie einen Fragebogen ausgefüllt.

Zusammenfassung der Antworten
Bei den Lieferungen der Dailymed-Packungen gab es offenbar keinerlei Ausfälle oder Verzögerungen: 6 von 9 Teilnehmenden bestätigten, dass die Medikamentenlieferungen nahtlos aneinander anschlossen, die restlichen 3 machten keine Angaben.
In der besonders engen Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern sehen wiederum 6  von 9 Teilnehmenden wichtige Vorteile. Die restlichen 3 haben sich von hier an keine Frage mehr zeigen lassen oder beendet.
Die verbliebenen 6 Teilnehmenden bestätigten, dass Dailymed allgemein den Alltag ganz deutlich erleichtert, wenn man viele Tabletten einnehmen muss.
Dass durch Dailymed die Verschwendung von Medikamenten verringert wird, weil keine angebrochenen Verpackungen nach Abschluss der Therapie weggeworfen werden, ist für 4 von 6 Befragten sehr wichtig, für 2 ist es auch noch wichtig.

Zuverlässig und freundlich
Am Service, der Zuverlässigkeit und Freundlichkeit der Mitarbeiter von „Zur Rose“ fand niemand etwas auszusetzen, hier gab es 6 Mal ein „sehr gut“.
Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Patienten und „Zur Rose“ fand eine Person besser als den herkömmlichen Weg, die übrigen 5 fanden sie gleich gut.
Eine teilnehmende Person hätte manchmal die Medikamente lieber selbst hergerichtet, 5 haben das tägliche Herrichten der Medikamente nie vermisst.
Die Erleichterung durch Dailymed in den Ferien schätzen 3 als sehr gross, 2 als gross und eine Person als nicht so gross ein.
Den Sicherheitsaspekt bei Dailymed, nämlich die Minimierung der Gefahr, sich durch falsche Medikation selbst zu vergiften, nehmen 4 Beteiligte sehr wichtig, 2 Beteiligte nehmen ihn gar nicht wichtig.

Den Alltag vereinfacht
Das Ziel, ihnen persönlich den Alltag zu vereinfachen, hat Dailymed bei sämtlichen Teilnehmenden erreicht: „sehr stark“ hat es ihn 3 Personen und 3 weiteren hat es ihn „etwas“ vereinfacht.
Zeit gespart haben nach ihrem eigenen Eindruck dank Dailymed alle Teilnehmenden, 3 „viel“ und 3 „etwas“.
Die Anregung, das Sachet in eine schöne Dose zu verpacken, reizte nur einen Teilnehmenden, 5 fanden sie nicht attraktiv.

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