Autorin: Sabine Kaiser, stv. Geschäftsführerin terz / Fotos: Kieser Training, Sabine Kaiser

Der vierachsige „Elefant“ hatte sich für Werner Kieser in ein Vorlese-Mobil verwandelt.
Zum terzAktiviva-Anlass waren am Donnerstag, 24. Februar 2011, am Bellevueplatz 28 Gönner/-innen und Beteiligte pünktlich eingetroffen. Thomas Elias, Leiter Gönner- und Eventmanagement, begrüsste die Mitfahrenden und führte kurz in die bevorstehende Lesung ein. Kurz nach 14 Uhr begann Werner Kieser aus seinem Hörbuch „Eisen macht leicht“ vorzulesen. In einem 27 Tonnen schweren vierachsigen „Elefanten“ der Verkehrsbetriebe Zürich, der seit annähernd 80 Jahren auf den Gleisen im Einsatz ist, hörten die Gönner/-innen in anregender Atmosphäre gerne zu.
Schwieriger Anfang in Hamburg
Werner Kieser stellte sich vor und erzählte von den schwierigen Anfängen in Deutschland nach der Expansion über die Schweiz hinaus: Wie Mitte der 90-er Jahre in Hamburg die Menschen irritiert durch sein Studio gingen und die Frage aufkam, ob das eine Kunstausstellung sei. Wie erst nach Jahren das Konzept verstanden wurde und sich durchsetzte, dass Krafttraining ohne Wellness auskommen und rein prophylaktischen und therapeuthischen Zwecken dienen kann. Dem Traum des Menschen, schwerelos zu sein, können wir nicht nur auf spirituellem Weg nahe kommen, sondern auch durch ganz reale Stärkung der Muskelkraft – ohne dabei Geist und Körper von einander zu trennen. Davon ist der Gründer von „Kieser Training“ überzeugt.

Werner Kieser und seine Assistentin hatten sichtlich Freude an der Fahrt durch Zürich.
Rege Fragen und Antworten
Im Anschluss an den lebhaften Vortrag, dem die Mitfahrenden interessiert folgten, nutzen viele die Gelegenheit zu Fragen: Mehrmals in der Woche zu joggen halte er für unnatürlich, erklärte der Begründer des Krafttrainings in der Schweiz. Menschen seien keine „Renntiere“, und ihre Fussgelenke seien anders aufgebaut als beispielsweise die von Pferden. Gleichgewichtstraining biete er deshalb nicht an, weil es wichtiger sei, die Fussmuskulatur zu trainieren, denn die menschlichen Füsse seien evolutionsgeschichtlich nicht bloss Fortbewegungs- sondern zunächst auch „Greifgeräte“ gewesen.

Stifterin Silvia Künzli und des. terzAktiviva-Leiterin Barbara Wenk waren bester Stimmung im Kreis der Gönner/-innen.
Anregende Fahrt durch die Innenstadt
Während der Fahrt sprachen die Gönner/-innen nebenher gerne dem Apéro zu. Die Stimmung war gemütlich in der gediegenen Atmosphäre des beinahe antiken Trams. Weil auch das Wetter annehmbar war, gab es auf der Fahrt vom Bellevueplatz, hoch zum Kunsthaus und Universitätsspital, über die Bahnhofbrücke – anderthalb Stunden durch die Innenstadt, immer etwas Anregendes zu sehen. Nach 90 Minuten, wieder am Bellevueplatz angekommen, überreichte Thomas Elias dem Referenten als Dankeschön ein Weinpräsent und kündigte die nächsten terzAktiviva-Anlässe an. Alle Teilnehmenden erhielten ein Hörbuch von Werner Kieser und einen Gutschein für ein Probetraining in einem Kieser-Studio. Kurz vor 16.00 Uhr versammelten sich alle zum abschliessenden Gruppenfoto.




