Mit terzAktiviva im Herzen der Schweiz beim längsten Tunnel der Welt

Autor: Thomas Elias | Fotos: AlpTransit Gotthard AG und Thomas Elias

Neben der Baustelle des Gotthard-Basistunnels im Informationszentrum Erstfeld trafen sich am Donnerstag, dem 9. Dezember 2010, 25 Gönnerinnen und Gönner mit dem Leiter Gönner- und Eventmanagement bei terz. Bei bestem Wetter waren die meisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Kanton Uri angereist. Überpünktlich konnte die Führung um 12.50 Uhr beginnen, sachkundig geleitet von Alois Bissig von der AlpTransit Gotthard AG.
Im Vorraum gab es gleich ein Modell der gigantischen Tunnelbohrmaschine zu besichtigen. Während des Aufenthalts im Informationszentrum erschütterte alle halbe Stunde die Explosion einer Sprengung im Tunnel das Gebäude.

Jahrzehntelange Planung
Im Nachbargebäude hielt Herr Bissig einen Vortrag zum Tunnelbau. Er erklärte, dass die Modernisierung der Bahn in der Schweiz wegen der Zunahme des alpenquerenden Güterverkehrs und den wachsenden Kundenbedürfnissen erforderlich sei. Sie wird in einem gesamthaften Finanzierungskonzept geregelt, welchem des Schweizer Volk 1998 zugestimmt hat. Der Bau des Basistunnels am Gotthard kostet um die 7 Milliarden Franken. Die ersten Anregungen für den Bau eines Gotthard-Basistunnels liegen bereits ein halbes Jahrhundert zurück.
Heute werden die Umweltanliegen in die Planung von AlpTransit Gotthard mit einem Umweltmanagementsystem sowie einer dreistufigen Umweltverträglichkeitsprüfung integriert. Beispielsweise wurden Zwischenlager für Humus so angeordnet, dass sie zugleich als Lärmschutzwälle dienen. Alle Installationen wie Betonaufbereitungsanlagen, Werkstätten, Lagerhallen und sogar die Förderbänder, mit denen der Abraum aus dem Tunnelinneren befördert wird, sind bewusst als geschlossene Anlagen konzipiert. Das Gestein, das bisher aus dem Berg gebohrt und gesprengt wurde, hat übrigens das fünffache Volumen der grossen Cheops-Pyramide von Gizeh.

Folgeveranstaltung möglich?
Anschliessend führte Herr Bissig die Gruppe bei beissender Kälte zu den Aussenstellen und zum Einstieg der Baustelle. Dabei erzeugte er ein solches Interesse bei den Teilnehmenden, dass fast alle sich gerne zu einer Folgeveranstaltung anmelden wollten, bei der sie drei Stunden lang die Tunnelröhre selbst besichtigen könnten. Hierfür ist allerdings ein ärztliches Attest Voraussetzung. Alleine der Temperaturunterschied – am Besichtigungstag betrug er 38 Grad – kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Thomas Elias will abklären, ob im Rahmen von terzAktiviva die Möglichkeit zu dieser Folgeveranstaltung besteht.
Mit einem feinen Apéro im Vortragsraum klang die Veranstaltung aus, die bei allen Teilnehmenden höchste Zustimmung gefunden hatte.

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