terz fragt – die Parteien antworten

Im Wahljahr 2011 will terz den Mitgliedern der Gönnergemeinschaft und den Lesern der Webseiten politische Orientierung geben, ohne jedoch eine Wahlempfehlung auszusprechen. Darum haben wir den grössten Schweizer Parteien einige Fragen gestellt und sie zu mehreren Thesen Stellung nehmen lassen. Von den angeschriebenen 8 Parteien – SVP, SP, FDP. Die Liberalen, CVP, Grüne, Grünliberale, BDP und EVP – haben 7 Generalsekretär/-innen oder Medienverantwortliche terz geantwortet, von den Grünliberalen haben wir trotz wiederholter Nachfrage leider keine Auskünfte erhalten. An dieser Stelle bieten wir Ihnen einen Überblick.

Die Reihenfolge der Antworten setzt keine Prioritäten, sondern folgt chronologisch dem Eingang: FDP, CVP, SVP, BDP, Grüne, EVP und SP haben uns in dieser Abfolge geantwortet, deshalb sind ihre Antworten in dieser Reihenfolge unter den Fragen aufgelistet. Nicht alle Parteien haben auf alle Fragen geantwortet.

Wenn Sie auf das Logo einer Partei klicken, wird die Antwort dieser Partei auf unsere darüber stehende Frage sichtbar.

Vorbemerkungen von BDP und SP:

  • Allgemeiner Hinweis: Die BDP Schweiz ist eine noch relativ junge Partei. Es gibt deshalb noch nicht zu allen in Ihren Fragen angesprochenen Punkten bereits eine abschliessende und mit allen Parteiorganen konsolidierte Meinung.
  • Die Antworten beziehen sich auf zwei Positionspapiere der SP Schweiz, vom Januar 2011:
    1) Sozialpolitische Prioritäten der SP Schweiz, vorgestellt am 3.1.2011

    2) Gesundheitspolitisches Positionspapier der SP-Bundeshausfraktion, vorgestellt am 27.1.2011

FRAGEN

1. Hat sich am Altersbild, dem Bild Ihrer Partei von den älteren Menschen in der Schweiz, etwas verändert – gemessen am Parteiprogramm und der Wahlplattform für die Nationalratswahl 2007, die im angehängten Beitrag des terzMagazins aus unserer Sicht vorgestellt wurden?


2. Welche zentralen Herausforderungen ergeben sich nach Einschätzung Ihrer Partei aus dem demographischen Wandel innerhalb der nächsten zwanzig Jahre?


3. Für welche Massnahmen zur Lösung der sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Zukunftsaufgaben, die sich aus dem demographischen Wandel ergeben, setzt sich Ihre Partei konkret ein und welche finden sich im Programm oder in Wahlplattformen?


4. In der Schweizer Bundesverfassung steht im Artikel 8 ein Diskriminierungsverbot. Es betrifft aber nur Gesetze, Verordnungen und Staatsbedienstete. Sie dürfen niemanden wegen seines Alters benachteiligen. Die terzStiftung fordert ein umfassendes Verbot der Altersdiskriminierung, das auch den Umgang von Privatpersonen mit einander erfasst. Die terzStiftung vertritt die Auffassung, dass zusätzlich ein Bundesgesetz erlassen werden soll, das Altersdiskriminierung umfassend verbietet. Welche Position vertritt Ihre Partei?

 

5. Was tut Ihre Partei konkret, um einen gerechten und nachhaltigen Lastenausgleich zwischen den Generationen (neuer Generationenvertrag) herzustellen?


6. Welche Position nimmt Ihre Partei zur freiwilligen Weiterarbeit bzw. verlängerten Berufstätigkeit nach dem 65. Lebensjahr jetzt und in Zukunft ein?


7. Hat Ihre Partei ausgearbeitete Pläne, um Weiterbildung für Arbeitnehmende über 50 und um lebenslanges Lernen generell zu stärken?


8. Welche Position vertritt Ihre Partei, wenn es um die Einschränkungen von Eigenverantwortung reiferer Menschen geht? Stichwort: befristete Führerausweise, Kinderhütedienst usw.


9. Reife Menschen, die noch Aufgaben haben und gebraucht werden, sind weniger krankheits-anfällig und erleben höhere Lebensqualität. Dies führt zu niedrigeren Sozial- und Gesund-heitskosten, was die nachfolgenden Generationen auch finanziell stark entlastet. Wie weit können Sie dieser These zustimmen?


10. Generationverträglichkeit: In allen Belangen des Umweltschutzes kennen wir die Umweltverträglichkeitsprüfung. Generationenverträglichkeit geht weiter, sie beinhaltet zusätzlich Solidarität unter den Generationen, soziales Engagement und vermehrte Eigenverantwortung. Wie weit stimmt diese These mit Ihrem Parteiprogramm überein?


11. 2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligenarbeit. Gibt es bei Ihrer Partei besondere Massnahmen, um den Wert von Freiwilligenarbeit, die ja häufig Ältere verrichten, hervorzuheben?

Berlingen, 8.2.2011
Dr. Thomas Meyer, Wissenschaftlicher Leiter

Überblick im terzMagazin
Im terzMagazin, Ausgabe April 2011, ist zu dieser Befragung der Generalsekretariate ein Beitrag erschienen (“Welche Partei setzt sich für die Anliegen der reiferen Generation ein?”). Darin gibt Dr. Thomas Meyer, wissenschaftlicher Leiter terz, einen Überblick: Nur die Positionen, die sich seit 2007 am stärksten verändert haben oder unserer Ansicht nach am stärksten polarisieren, sind beschrieben. Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Ladner (Universität Lausanne) wirft von aussen einen Blick darauf, was die Schweizer Parteien politisch für die reifere Bevölkerung tun.

Wenn Sie sich für diesen Bericht interessieren und noch nicht Gönner sind, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: redaktion@terzmagazin.ch

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