Wer fragt, wie er sich fit halten kann, hat seine Eigenverantwortung erkannt

Autorin: Sylvia Gattiker, diplomierte Instruktorin und Fitnessberaterin | Foto: iStockphoto

Wie man sich durch ausreichend Bewegung fit hält, stiess bei der «Blib fit»-Kampagne der terzStiftung auf grosses Interesse. Tipps und Ratschläge sind gefragt.

In den Industrieländern steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung stetig an. Aufgrund dieser Entwicklungstendenz und der möglicherweise für Ältere notwendigen medizinischen Betreuung sind hohe finanzielle Belastungen in unserem Gesundheitssystem in den kommenden Jahrzehnten vorhersehbar. Eigenverantwortung ist dabei eine oft gebrauchte Vokabel – und man kann wirklich etwas dafür tun, dass man länger selbständig bleibt.

Wie Muskeln der Gesundheit nützen
Ein wichtiger Faktor dabei ist unsere Muskulatur. Zumeist unterschätzen wir die muskuläre Leistungsfähigkeit in ihrer Bedeutung. So spielt die Muskulatur eine grosse Rolle im Bereich Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Sind wir leistungsfähiger, haben wir auch mehr Lebensfreude, und das heisst, auch unsere Psyche ist teils von der Muskulatur abhängig.
Das Bild des typischen alten Mannes in gebeugter Haltung mit Stock ist sicher kein Zeichen von Lebensqualität. Kraft jedoch bedeutet Lebensqualität und Lebensfreude, und Krafttraining wirkt auch im höchsten Alter. Es ist nie zuspät, um mit den KrafttrainingsEinheiten zubeginnen. Krafttraining ist nicht das Wundermittel gegen Beschwerden im Alter, es hilft jedoch, mit diesen Beschwerden umgehen zulernen und sie zumeistern.

Warum Krafttraining nötig ist
«Ist Entenfüttern ausreichend Bewegung?», so der Titel des Referats, das die Autorin dieses Beitrags an den «Blib fit»-Aktionstagen der terzStiftung gehalten hat. Entenfüttern ist sicherlich beschaulich, doch bietet es nicht ausreichend Bewegung. Das Fazit des Vortrags war, dass Krafttraining notwendig ist, um den altersbedingten Veränderungen entgegenzuwirken. Empfehlenswert ist dabei das Training in einem Fitnessoder Gesundheitsstudio. Zwar kann man auch zuHause Kraftübungen durchführen, es fehlt jedoch zuoft an der Motivation und der fachkundigen Anleitung und Betreuung.

Im Anschluss an das Referat wurden mir viele Fragen gestellt. Zwei der am häufigsten gestellten Fragen waren:

«Wie finde ich das richtige Fitnesscenter?»
Es gibt einige Dinge zu beachten:

  • Gefällt mir die Ambiance und fühle ich mich in dieser Umgebung wohl?
  • Wird eine gründliche Anamnese und ein Eintrittstest durchgeführt?
  • Werde ich nach Erkrankungen des HerzKreislaufSystems, der Gelenke, der Wirbelsäule, des Rückens oder nach muskulären Beschwerden gefragt?
  • Werde ich hinsichtlich meines Blutdrucks befragt bzw. wird dieser kontrolliert?
  • Werde ich auf die Einnahme von Medikamenten angesprochen?
  • Wird mein Trainingsplan auf Basis der erfassten Daten erstellt?

«Ich habe Arthrose, ein künstliches Gelenk – kann ich trotzdem trainieren?»
JA! Natürlich! Sie sollten unbedingt. Besteht bei Ihnen bereits eine Arthrose, dann können Sie durch korrekt angewendetes Krafttraining dem Krankheitsverlauf Einhalt gebieten bzw. das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen.
Mit Krafttraining trainieren Sie Ihre Muskeln, dadurch werden Ihre Gelenke stabilisiert und die Lebensdauer der künstlichen Gelenke er höht.

Ratschläge und Tipps am Telefon
Im Rahmen der «Blib fit»-Kampagne wurden sehr viele individuelle Fragen zum Thema «ausreichend Bewegung» gestellt. Daher haben die terzStiftung und die Expertin Sylvia Gattiker den Entschluss gefasst, eine Telefon-Hotline ins Leben zu rufen.
Für persönliche Ratschläge und Tipps steht diese immer am ersten Freitag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr unter 044 905 87 87 zur Verfügung. Die telefonische Beratung ist für Gönner gratis. Der Anruf kostet lediglich die Telefon-Grundgebühr.

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